Planetarische Gerechtigkeit

Planetarische Gerechtigkeit bedeutet, das Zusammenleben aller Lebewesen innerhalb der Grenzen unseres Planeten neu zu denken.

Politische Entscheidungen prägen das Klima, Ökosysteme und die Bedingungen des Lebens auf der Erde. Der Ansatz der planetarischen Gerechtigkeit richtet den Blick auf die gegenseitige Abhängigkeit aller Lebensformen und betont die Notwendigkeit einer gemeinsamen Ko-Existenz innerhalb planetarer Grenzen.

Im Mittelpunkt stehen dabei Verantwortung, Verbundenheit und Respekt gegenüber Menschen, Tieren und natürlichen Lebensräumen. Als Leitidee kann planetarische Gerechtigkeit Orientierung für eine lebenswerte Zukunft bieten.

Weltgesellschaftliche Krisen

Die Klimakrise zeigt: Ökologische, soziale und politische Herausforderungen sind untrennbar miteinander verbunden.

Die Klimakrise macht deutlich, dass ökologische, soziale und politische Herausforderungen eng miteinander verflochten sind. Klimawandel, Gesundheitsrisiken, Konflikte, Angriffe auf die Demokratie sowie soziale Ungleichheit und Diskriminierung destabilisieren Gesellschaften, fördern autoritäre und faschistische Tendenzen und gefährden die Zukunft des Planeten. Die globalen Krisen erfordern ein grundlegendes Umdenken im Verhältnis zu anderen Menschen und zu nicht-menschlichen Lebewesen.

Bildungsverständnis

Bildung für planetarische Gerechtigkeit eröffnet Räume, um globale Zusammenhänge zu verstehen und neue Formen des Zusammenlebens zu erproben.

Der Ansatz stärkt Menschen darin, verantwortungsvoll, respektvoll und solidarisch miteinander sowie mit der mehr-als-menschlichen Welt zu handeln. Bildung schafft Möglichkeiten, komplexe ökologische und soziale Zusammenhänge zu begreifen, bestehende Denk- und Handlungsweisen kritisch zu reflektieren und alternative Wege des Handelns zu entwickeln. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie ein friedliches Leben unter den ökologischen und sozialen Bedingungen unserer Zeit gestaltet werden kann.

Idee

Die Initiative lädt dazu ein, planetarische Gerechtigkeit gemeinsam zu erforschen, zu diskutieren und praktisch zu gestalten.

Durch unterschiedliche Formate eröffnet die Initiative Räume für Austausch, Lernen und Zusammenarbeit. Ein zentraler Bestandteil ist das jährlich stattfindende Festival „Denken.Fühlen.Handeln - Ein Festival für planetarische Gerechtigkeit", das Menschen aus verschiedenen Bereichen zusammenbringt. Ergänzend bietet die Website Literatur, Materialien und weitere Bildungsangebote für alle, die sich intensiver mit den Themen auseinandersetzen möchten. Die Initiative richtet sich an Interessierte aus Wissenschaft, Politik, Bildung, Kunst und Aktivismus.

DFH-Festival

Netzwerk

Das Netzwerk verbindet Menschen, die aus unterschiedlichen Perspektiven an Fragen planetarischer Gerechtigkeit arbeiten.

Es bringt Akteur:innen aus verschiedenen Bereichen zusammen, die Wissen teilen, Ideen entwickeln und gemeinsame Initiativen anstoßen möchten. Die Website befindet sich derzeit im Aufbau und soll sich zu einem lebendigen Raum für Austausch, Experimente und gemeinsames Lernen weiterentwickeln. Wer Teil des Netzwerks werden möchte, kann sich unter dfhfestival.ew@uni-bielefeld.de melden, um in den Verteiler aufgenommen zu werden.